Es ist noch Alltag übrig…

… mag wer? Kostengünstig abzugeben!

Es war ruhig hier die letzten Tage. Das ist recht kontraproduktiv, da so die Gefahr, dass ihr das Interesse verliert schon jetzt ins Unermessliche steigt, noch bevor ihr, meine lieben Leser, überhaupt ein dauerhaftes Selbiges entwickeln konntet. Man möge mir dies verzeihen! Ich gelobe Besserung!

Noch immer verharre ich fest in den Klauen des Alltags. Mein innerer Schweinehund, wohl irgendwie in Verwandtschaftsbeziehung mit dem Alltag stehend, lässt mich nicht so, wie ich es gern hätte. Beide werde ich nicht los. Möglicherweise bedingt der eine ja den anderen? Also ist der Schweinehund Grund für den Alltag? Ich denke: JA!

Mal ehrlich. Der Alltag bietet Sicherheit und Halt, geregelte Abläufe und wenig Unvorhergesehenes.. ist ja eigentlich ganz nett. Alles ist weitestgehend planbar und nichts wirft dich plötzlich aus der Bahn. Es läuft halt so vor sich hin. Warum also sollte man diese Sicherheit aufgeben wollen? Ganz einfach.. weil es langweilt. Die dem Alltag zugeteilte Farbe grau kommt ja nicht von ungefähr. Ihr stimmt da sicher mit mir überein, dass grau nun nicht die spektakulärste Farbe im zur Verfügung stehenden Farbspektrum ist.

Es mag durchaus Menschen geben, die das genauso haben wollen oder auch müssen.. ich bilde mir allerdings ein, nicht zu diesem Personenkreis zu gehören. Wie also kann man dem entgegenwirken? Zwischen all den täglichen Verpflichtungen und Aufgaben bleibt oft kein Platz für neue, aufregende Dinge. Ich habe oft nicht mal Zeit meine Kamera auszuführen. Einsam vegetiert sie in ihrer Tasche vor sich hin.. Man könnte sich die Zeit natürlich einfach nehmen.. an dieser Stelle kommt besagter Schweinehund wieder ins Spiel. Die Tages-To-Do-Liste ist abgehakt, man ist froh alles erledigt zu haben und schon wird man faul und fällt träge auf die Couch… vielleicht zieh ich morgen nochmal los. Und dann liegt man da und ärgert sich, dass man nur da liegt…

Wie also nun? Kann man vom üblichen Tagesgeschehen nicht einfach mal was weglassen? Vielleicht morgens nicht aufstehen – wäre auf jeden Fall mal anders. Bei dieser Erwägung verschließt sich mir aber der Sinn. Oder nicht Schlafen gehen? Das wiederum würde mehr Zeit verschaffen für die vielen, wahnsinnig aufregenden Dinge, die einem vielleicht gerade entgehen. Hier liegt aber die Vermutung nahe, dass sich diese Variante nicht dauerhaft durchführen lässt.. ich persönlich lege schon einen grundsätzlichen Wert auf ausreichend Nachtruhe.

Ich kann, meine ich, von meine Alltagsfüllern aktuell nichts weglassen. Bevorstehende Prüfungen zwingen mich geradezu zum Lernen und Geld verdienen ist ja leider auch irgendwie unvermeidbar. Da wirft sich mir die Frage auf: Ist ein Leben komplett Alltagsfrei überhaupt möglich? Wenn man nicht gerade auf seinem Lotterielos die günstigste Zahlenkombination gekreuzelt hat, kommt man ja zumindest um das Bestreiten des Lebensunterhalts nicht herum. Völlig egal, womit man diesen verdient – man macht es jeden Tag, womit es unweigerlich zum Alltag wird. Also muss die Antwort hier wohl lauten: Nein, so ganz ohne geht es dann offenbar doch nicht. Aber auf ein Minimum reduzieren sollte doch möglich sein!?

Das, so scheint mir, ist von Jetzt auf Gleich nicht möglich.Vermutlich bin ich einfach wieder zu ungeduldig und muss der Sache mehr Zeit geben. Es wird sich zeigen… bis dahin werde ich üben mich in Geduld zu üben und Schritt für Schritt den Weg in eine alltagsreduzierte Zukunft beschreiten…

 

Wie macht ihr das ? Gelingt euch regelmäßig die Flucht aus dem Alltag? Oder gehört ihr gar zu dem Schlag Mensch, der seinen Alltag um nichts auf der Welt hergeben mag? Oder habt ihr es geschafft den Alltag weitestgehend aus eurem Leben zu verbannen?

3 Gedanken zu „Es ist noch Alltag übrig…

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