Mini-Tour durch Leipzig

Es war soweit – Prüfungstag! Der Grund warum es mich gestern nach Leipzig trieb. Ich fuhr extra ein paar Stunden früher. Ich wollte mich noch ein wenig umsehen und ein paar Fotos machen in der Hoffnung mich etwas ablenken zu können. Das mit der Ablenkung hat nicht wirklich funktioniert aber ein paar Bilder habe ich dennoch.

Leipzig Hauptbahnhof MuseumgleisNach einer Stunde Fahrt rollte der Zug in den Leipziger Hauptbahnhof ein, direkt neben dem Museumsgleis 24. Aktuell kann man da 5 historische Fahrzeuge bestaunen. Beim verlassen des Bahnhofsgebäudes erschlägt mich jedesmal das Großstadtgewusel. Ich bin das so nicht gewohnt und mag das auch nicht, aber es nützt ja nix. Also reihe ich mich in den Menschenstrom ein und mache mich auf den Weg Richtung Fußgängerzone und Nikolaikirche.

Leipzig NikolaikircheDie Nikolaikirche ist die größte und älteste Kirche Leipzigs. Bennant wurde sie nach dem Heiligen Nikolaus. 1989 war sie der Ausgangspunkt für die friedliche Revolution der DDR. Seit 1999 steht zu Erinnerung daran die Friedenssäule auf dem Nikolaikirchhof. 1165 wurde die Kirche im romanischen Stil erbaut. Im 15. und 16. Jahrhundert folgten Erweiterung und letztendlich der Umbau zu einer dreischiffigen spätgotischen Hallenkirche. Die letzten Veränderungen an der Außenfassade fanden 1901/1902 statt wobei der spätgotische Stil beibehalten wurde. Leipzig NikolaikircheAn der Westseite der Kirche kann man auch ihren romanischen Ursprung noch erkennen. Die Kirche kann außerhalb von Veranstaltungen oder Gottesdiensten täglich besichtigt werden. Der Innenraum wurde nach dem architektonischen Konzept der Urhütte gebaut, also mit Säulen, die für Bäume stehen und Blättern. Durch den Innenraum zieht sich komplett der Farbakkord weiß-rosa-grün. Ein Blick hinein lohnt sich also, ich habe das leider versäumt.

Leipzig MendebrunnenIch setzte meinen Weg Richtung Augustusplatz zum  Mendebrunnen direkt vor dem Gewandhaus fort. Um einen 18 Meter hohen Obelisk sind verschiedene Bronzefiguren aufgereit. Die Gestalten verkörpern Figuren der griechischen Mythologie und speien teilweise Wasser. Enthüllt wurde der neobarocke Brunnen im Jahr 1868. Marianne Pauline Mende stiftete ihn aus ihrem Nachlass um damit zur Verschönerung Leipzigs beizutragen. Über die Jahre musste er mehrmals Baumaßnahmen weichen. So wurde er einmal zum Bau des neuen Gewandhauses und ein zweites Mal für den Bau der Tiefgarage unter dem Augustusplatz demontiert und eingelagert.

Leipzig MägdebrunnenWeiter über den Augustusplatz lief ich zur Goldschmidtstraße, wo ich am Mägdebrunnen vorbeikam. Auf einer Säule mit wasserspeienden Löwenköpfen und Fischfabelwesen, steht eine bronzene Wasserträgerin in Lebensgröße. Hier wird Bezug zur Brunnenszene aus Goethes Faust genommen. Um das sechsseitige Wasserbecken sind drei kleinere Wasserbecken vorgelagert. Mit schmiedeeisernen Hebelarmen kann man Wasser holen. Über den vorgelagerten Becken sind drei Inschriften zu lesen: „Wer mit will trinken muss mit klinken“, „Wer rein Wasser will muss reine Kannen han“ und „Wasser nimmt alles weg nur schlechte Reden nit“.

Leipzig FriedensparkEinige Minuten Fußmarsch später hatte ich schon meinen Prüfungsort erreicht, die Medizinischen Fakultät in Leipzig. Da ich aber noch reichlich Zeit hatte, ging ich noch zum Friedenspark. Der beginnt gleich in der Nähe, an der Johannisallee. 1846 wurde hier ein Friedhof angelegt, der ab 1973 zum Park umgestaltet wurde. Dabei wurde alles, was an einen Friedhof erinnerte, entfernt. Das 600×300 Meter große heutige Gartendenkmal wird von 2 Hauptalleen durchzogen, die mit mehreren Wegen verknüpft sind. Leipzig FriedensparkLinden und Kastanien bilden den Hauptteil des Baumbestandes. Dazwischen findet man Birken, Eschen, Pappeln und Schwedische Mehlbeere. Im Park gibt es außerdem verschiedene Themengärten und Gedenkorte, die ich sicher vor meiner nächsten Prüfung genauer inspizieren werde.

Leipzig hat auf jeden Fall viel sehenswertes zu bieten und ist unbedingt einen Besuch wert.

 

 

Wart ihr schon in Leipzig? Was sollte man, eurer Meinung nach, unbedingt gesehen haben?

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