Herbstzeit ist Pilzzeit!

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Also, Körbchen geschnappt und ab in den Wald! Unterwegs waren wir selbstverständlich im Erzgebirge. Hier gibt es reichlich Wald, wir wählten diesmal den Röthenbacher Wald bei Borstendorf. Nicht weit weg von der Talsperre Saidenbach und auch die Augustusburg ist ganz nah. Letzteres ist dem ein oder anderen vielleicht geläufig.

Wenigstens einmal im Jahr gönnen wir uns zur Pilzzeit dieses Vergnügen und sammeln uns ein Abendessen im Wald zusammen. Dabei sind wir mal mehr mal weniger erfolgreich. In diesem Jahr war das Wetter der letzten Tage offenbar optimal, denn der ganze Waldboden war übersäht mit Pilzen. Hatte ein bisschen was von Märchenwald.

Pilzzeit
dicht an dicht gedrängt standen die Pilze überall im Wald

Leider waren es hauptsächlich Täublinge, meine ich. Viele davon sind essbar, nur wissen wir leider nicht welche. Also ließen wir sie stehen. Wenn man sich wirklich gut auskennt, hätte man sein Körbchen vermutlich innerhalb weniger Minuten schon voll gehabt. Wir haben uns dann auf die Suche nach Pilzen gemacht, die wir auch wirklich kennen. Ein paar Maronen und Ziegenlippen haben wir dann doch gefunden. Wir waren auch etwas spät dran, denn an einigen Stellen stießen wir auf frisch geschnittene Stielchen. Wir sind nun mal keine Frühaufsteher und schon garnicht am Wochenende. Mussten wir uns eben mit den Resten begnügen.

Pilzzeit
unsere Ausbeute – Maronen, Ziegenlippen und Anischampignons

Über ein paar, teilweise wirklich große Anischampignons bzw. Anisegerlinge sind wir dann doch noch gestolpert. Weil er schnell mit dem giftigen Karbol-Champignon zu verwechseln ist, zögerten wir etwas. Nach einigen Geruchsproben (er roch tatsächlich leicht nach Anis) und hin und her, befragten wir zur Absicherung noch einmal Google und packten den Fund letztendlich doch ins Körbchen. Damit reichte die Ausbeute für ein Abendmahl. Um uns endgültig abzusichern (ich hatte immernoch Zweifel), fuhren wir auf dem Rückweg bei Schwiegermutti vorbei. Noch bevor wir unsere Bedenken äußern konnten, lobte sie die riesigen Anischampignons im Körbchen. Damit waren dann meine Zweifel auch (fast) beseitigt. Und ja, wir leben noch!

Pilzzeit
leckere Anischampignons, nicht zu verwechseln mit den giftigen Karbol-Champignons

Simple aber immer wieder gut, gab es dann zum Abend eine leckere Pilzpfanne. Sicher kann man Waldpilze noch raffinierter verarbeiten. Rezeptvorschläge nehme ich sehr gern entgegen. Probiere ich dann beim nächsten Mal, sofern das Körbchen voll wird.

Pilzzeit
eine Marone, die finden wir eigentlich immer

 

Pilzzeit
versteckt im Unterholz

 

Man kann auch einfach mal mit einem Pilzführer* losziehen und versuchen, gefundene Pilze zu bestimmen. Auch wenn man sich dann immer noch unsicher ist was das Verspeisen der Fundstücke betrifft, Spass macht es allemal! Notfalls kann auch ein Pilzberater helfen.

Wie steht es denn um eure Pilzkenntnisse? Geht ihr auch im Herbst Pilze sammeln oder kauft ihr doch lieber im Laden?

 

6 Gedanken zu „Herbstzeit ist Pilzzeit!

  1. Ich erkenne fast alle Pilze, die im Supermarktregal stehen, aber selber sammeln traue ich mich nicht… Im Ernst, ich hätte keine Ahnung was ich da abschneide und würde vermutlich jeden umbringen, der bei mir mitisst…

    1. Zugegeben, allein würde ich auch nicht losziehen, da bin ich mir dann doch noch zu unsicher. Obwohl ich mittlerweile den ein oder anderen Pilz als genießbar erkenne. Ich nehme einfach immer jemanden mit, der sich besser auskennt. Wenn wir uns nicht sicher sind bei einem Pilz, lassen wir ihn auch stehen. Spaß macht es auf jeden Fall! 🙂

  2. Ich sammle auch gerne Pilze, war aber leider schon ewig nicht mehr. In meiner Family gibt es leider nicht viele Pilzesser und alleine ziehe ich dann auch nicht los. Eigentlich schade, dabei sind sie doch so lecker, vor allem selbst gesucht und frisch aus dem Wald. Bei deinen Bildern bekomme ich richtig Appetit.
    Liebe Grüße
    Dina

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