Schloss Wildeck in Zschopau – Schlösserland Sachsen

Sachsen hat zahlreiche Schlösser und Burgen zu bieten. Für unseren Ausflug fiel die Wahl diesmal auf Schloss Wildeck im kleinen Städtchen Zschopau. Am geplanten Tag regnete es zwar in Strömen aber wir setzten uns trotzdem ins Auto. Wir hofften einfach auf Besserung. Bedauerlicherweise wurde der Regen während der Fahrt immer schlimmer. Egal. Angekommen. Der Regen ließ tatsächlich etwas nach. Geht doch!

 

 

Schloss Wildeck liegt mitten in der Stadt und auch gar nicht auf einem Berg. Man spart sich also den sonst üblichen Aufstieg. Prima. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Anlage um 1299. Damals noch als Burg mit der Funktion, den äußerst wichtigen Handelsweg „Alter Böhmischer Steig“ zu schützen. Über die Jahre wurde sie durch einige Hände gereicht. Letztendlich gehörte Wildeck dem Herzog Moritz von Sachsen, später Kurfürst. Er baute die Burg zum Jagdschloss im Renaissancestil um. Bis 1757 gab es sogar einen Bärenzwinger. Seit 1994 gehört Schloss Wildeck der Stadt Zschopau.

 

 

In der Mitte des Schlosshofes steht der „Dicke Heinrich“, der alte Bergfried. Für 1,50 € kann man ihn besteigen. Der Aufstieg über die Wendeltreppe dauert nicht lange. Unterwegs gibt es einige informative Tafeln über frühere Nutzung und Aufbau des Turms. Oben angekommen, hat man einen herrlichen Rundumblick über Zschopau und Umgebung. Lohnt sich!

 

 

Anschließend haben wir noch einen Blick ins Erzgewölbe gewagt. Hier sind verschiedene Mineralien aus dem sächsisch-böhmischen Erzgebirge ausgestellt. Wer schöne Steine mag, sollte 1,50 € investieren und sich das ansehen. Wer von schönen Steinen nicht genug bekommen kann, dem lege ich einen Besuch auf Schloss Freudenstein in Freiberg nahe. Die Dauerausstellung ‚terra mineralia‘ ist wirklich sehenswert und vor allem sehr umfangreich. Zeit mitbringen!

 

 

Als wir aus dem Erzgewölbe kamen regnete es schon wieder. Wir wollten noch durch den Schlossgarten laufen, also warteten wir kurz. Da es aber nicht aufhörte gingen dennoch los. Der Schlossgarten ist klein aber fein. Ein Barockgarten mit Pergola und einigen Steinfiguren. Sehr schön angelegt. Mein Freund hielt mir netterweise den Schirm, damit ich auch ein paar Fotos machen konnte.

 

 

Der Turm im Winkel des Hauptgebäudes heißt übrigens „schlanke Margarete“. Im Schloss selbst sind wir allerdings nicht gewesen. Eine Führung muss vorbestellt werden und kostet 8,00 €. Die Renaissance-Räume und verschiedene Ausstellungen kann man aber auch ohne Vorbestellung besichtigen. Ebenso die Schauwerkstätten – Münzwerkstatt, Buchdruck-Museum sowie Buchbinde- und Stempelmacher-Museum. Die Preise dafür liegen zwischen 2,00 und 3,50 €. Eine Fotoerlaubnis für einen Tag kostet 1,00 €. Allerdings konnte ich nicht genau herausfinden für welche Bereiche diese notwendig ist. Ich vermute aber, sobald man das Innere von Schloss Wildeck betritt, braucht man eine. Für den „Dicken Heinrich“ und das Erzgewölbe war aber keine Fotoerlaubnis notwendig, wie mir der nette Herr an der Kasse versicherte. Einfach nachfragen.

 

Übrigens: Als wir uns auf den Heimweg machten, brach dann doch noch die Sonne durch.

 

 

Affiliate

 

 

Welches Schloss oder welche Burg habt ihr denn zuletzt besucht? Könnt ihr eine besonders empfehlen?

Related Post

Ein Gedanke zu „Schloss Wildeck in Zschopau – Schlösserland Sachsen

Kommentar verfassen