Allein in den Urlaub – warum man das unbedingt mal machen muss!

Lange schon habe ich mit dem Gedanken gespielt, einmal allein in den Urlaub zu fahren. Aber man hat ja immer so seine Bedenken, was wohl alles passieren könnte. Also schob ich es immer wieder vor mir her. Irgendwann aber war die Reiselust so groß, da hab ich einfach gebucht. Und jetzt ist die Woche leider auch schon wieder vorbei.

Warum man allein in den Urlaub fährt

Sicher gibt es dafür so viele unterschiedliche Gründe, wie es Menschen gibt. In meinem Fall ist es die mangelnde Reiselust meines Freundes. Meine hingegen ist unglaublich groß. Da bei uns die Lust zu reisen so extrem unterschiedlich ist und ich nach einer gewissen Zeit äußerst unruhig werde, muss ich eben alleine los. Also, wir fahren schon zusammen aber eben nur ein oder zweimal im Jahr. Freund reicht das, mir nicht.

Wohin geht die erste Reise

Ich habe viel über die Erfahrungen anderer über das Allein-Reisen gelesen. Oft empfahl man bei der ersten Solo-Reise mindestens die Landesgrenze zu überqueren, besser noch man wechselt gleich den Kontinent. Wenn schon, dann gleich richtig. Entgegen dieser Empfehlungen habe ich bei meinem ersten Versuch lediglich das Bundesland gewechselt. Und dann auch noch eins gewählt, was direkt nebenan liegt. Ich denke, dass muss auch jeder für sich selbst entscheiden. Für mich war es so genau die richtige Entscheidung. Zumal die Wahl des Urlaubsortes auch noch andere Gründe hatte. Mein Ziel war der Harz in Sachsen-Anhalt. Als Kind habe ich dort jedes Jahr in den Sommerferien zwei Wochen Urlaub mit der Familie verbracht. Schon seit einigen Jahren wollte ich mal wieder dahin. Es drängte sich also als Urlaubsziel aus nostalgischen Gründen direkt auf.

 

Weit und breit kein Mensch zu sehen.

 

Allein im Wald

Im ersten Moment war es schon ein wenig seltsam, so ganz allein durch die Gegend zu ziehen. Dieses Gefühl verschwand aber recht schnell. Besonders die Zeit alleine im Wald fand ich sehr schön. Nur Vogelgezwitscher und das raschelnde Laub unter meinen Füßen. Mir ist tatsächlich teilweise stundenlang kein Mensch begegnet. Eine Tatsache, die ich in einer Wanderregion so gar nicht erwartet hätte aber auch nicht weiter schlimm fand. Im Gegenteil, dieser Umstand verschaffte mir jede Menge Zeit über ein paar Dinge nachzudenken ohne dabei unterbrochen zu werden. Der einzige Moment, indem ich mir ein paar Mitwanderer gewünscht hätte: als es neben mir im Wald raschelte und irgendwie grunzte. Ich lief dann doch ein ganzes Stück schneller…

 

Wohin soll es gehen?

 

Und, wie war es nun?

Nachdem der erste seltsame Moment verstrichen war, wurde ich mir bewusst: Ich kann theoretisch völlig planlos morgens losziehen, machen wonach mir ist und irgendwann, wenn ICH keine Lust mehr habe zurück zur Unterkunft gehen. Ohne auf jemand anderen Rücksicht nehmen zu müssen oder sich über den Tagesplan abzusprechen und zu einigen. Prima! Diese Erkenntnis genoss ich in vollen Zügen. Ich überlegte mir ein paar Ausflugsziele für diese Woche und beschloss erst nach dem Frühstück, welche davon ich an diesem Tag angehe. Offenbar überwältigt von der Tatsache jederzeit spontan meine Pläne über den Haufen zu werfen, tat ich dies auch hin und wieder. Während meiner Wanderungen, die am Morgen noch ein bestimmtes Ziel hatten, entschied ich mich unterwegs an der nächsten Kreuzung einfach für ein Anderes. Zudem störte es niemanden, wenn ich mir eine Ewigkeit Zeit nahm um ein und dasselbe Motiv aus allen möglichen Perspektiven mit den unzähligen möglichen und unmöglichen Kameraeinstellung ausgiebig zu fotografieren. Ich war völlig frei in meinen Entscheidungen was ich wann, wo und wie mache. Das ist ein großartiges Gefühl!

 

Welchen Weg werde ich wohl nehmen?

 

Mal wieder?

Auf jeden Fall werde ich in Zukunft öfter einen Urlaub allein antreten. Und ich kann es aktuell nur Jedem uneingeschränkt empfehlen. Vielleicht auch deshalb, weil bei diesem ersten Versuch alles reibungslos ablief und es wirklich nichts zu beanstanden gab. Selbst das Wetter war perfekt! 4 Tage strahlend blauer Himmel. Aber selbst wenn nicht alles glatt läuft, findet man doch immer für alles eine Lösung. Man muss nur flexibel genug sein und aus „unglücklichen“ Situationen das Beste machen.

Trotzdem verreise ich nach wie vor gern zu Zweit. Es macht einfach auch Spass neue Dinge gemeinsam zu entdecken. Deshalb geht es im November erstmal auf einen Kurztrip mit Freund. Danach plane ich allerdings schon, momentan noch theoretisch im Kopf, mir im Winter ein paar Tage Ostsee allein zu gönnen. Über die deutsche Staatsgrenze hinaus, wird es mich vermutlich erst im nächsten Jahr wieder verschlagen, dann aber sicher auch mal allein!

Also ihr Lieben, wer sich bisher noch nicht getraut hat, ich kann euch nur raten: Macht es! Egal ob ihr in Deutschland bleibt, Europa oder einen anderen Kontinent bereist, ob ein paar Tage oder mehrere Monate. Nur Mut!

 

 

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Wie ist es bei euch? Gehört ihr zu denen, die die Welt allein entdecken? Oder würdet ihr gern, aber traut euch nicht?

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5 Gedanken zu „Allein in den Urlaub – warum man das unbedingt mal machen muss!

  1. Ich bin im Jänner das erste Mal überhaupt ganz alleine unterwegs – bisher fuhr ich zwar schon mal allein weg, aber immer zu Bekannten. Ich freu mich schon riesig drauf und denke, dass genau diese Freiheit die du beschreibst unglaublich toll sein wird! LG Barbara

  2. Sehr schön geschrieben 🙂 So ein Urlaub allein ist was Feines. Ich war bisher beispielsweise allein in Edinburgh oder zum Wandern in Südkreta. Beide Male brauchte ich das Alleinsein weg vom Alltag. Beide Male hat es gut getan, gleichzeitig gab es aber auch immer wieder Momente, die ich gern geteilt hätte.

    1. Vielen Dank! 🙂
      Sicher gab es den ein oder anderen Moment, in dem ich dachte, dass hätte Freund jetzt auch gefallen. Ich hab dann einfach ein Foto geschickt und auf diese Weise „geteilt“. 😉

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