Burg Kriebstein – Schlösser- und Burgenland Sachsen

In Mittelsachsen nahe Chemnitz über dem Fluss Zschopau liegt die Burg Kriebstein auf einer Felsenklippe. Erste Erwähnungen gehen auf das Ende des 14. Jahrhunderts zurück. Zu dieser Zeit wurde die Burg auch umfassend ausgebaut. Ihr heutiges Aussehen geht weitestgehend auf Baumaßnahmen im 15. Jahrhundert zurück. Die Kombination aus Turm- und Ringburg erhielt 1930 den Ruf die „Schönste Ritterburg Sachsens“ zu sein.

Über 30 Burgherren residierten über die Jahrhunderte auf Kriebstein. Seit 1993 ist die Burg im Besitz des Freistaates Sachsen und kann zu großen Teilen besichtigt werden.

 

 

Parken kann man theoretisch direkt an der Burg oder man nutzt eine der Möglichkeiten entlang der Zufahrtsstraße und läuft ein paar Meter. Verbindet man den Besuch der Burg mit einer Wanderung um die gleichnamige Talsperre, kann man auch da parken.

 

Unterhalb der Burg

Burg Kriebstein liegt am Fluss Zschopau, der unterhalb der Burg seinen Lauf nimmt. Über eine Brücke gelangt man auf die andere Flussseite. Von da hat man einen wunderbaren Blick auf die gesamte Anlage. Gleichzeitig gelangt man hier zum Wanderweg um die Talsperre.

 

 

In der Burg

Herzstück der Burg ist der Wohnturm, der 45 Meter in die Höhe ragt. Die restliche Anlage wurde um den Turm herum gebaut.

Um die Räume zu besichtigen bezahlt man 6,- €, eine Fotoerlaubnis kostet 2,50 €. Zusätzlich zur Dauerausstellung gibt es regelmäßig Sonderausstellungen mit jährlich wechselndem Thema. Das ganze Jahr über finden auch Veranstaltungen und Konzerte statt. Das Wohnturmdachwerk und das berühmte Kriebsteinzimmer sind nur mit Führung zugänglich.

 

 

Die zahlreichen normal zugänglichen Räume sind mit allerhand Exponaten ausgestattet und geben einen guten Einblick in alte Zeiten. Besonders zu erwähnen sind die Malereien in der Kapelle aus dem 15. Jahrhundert. Sie sind der Jungfrau Maria gewidmet. Die Ausmalungen gehören zu den besterhaltensten im deutschen Raum.

 

Geheimnisvolle Burg

Ein besonderes Highlight sind die geheimnisvollen Führungen. Bei einem 1-stündigen Rundgang begegnet man verschiedenen Gestalten der Burggeschichte und erfährt viel Wissenswertes und Interessantes über das Leben auf der Burg zur damaligen Zeit. Beleuchtet sind die alten Mauern während der Führung nur mit Kerzenlicht.

 

 

Zu jeder Burg gehören selbstverständlich auch zahlreiche Sagen und Mythen. Hier eine besonders liebenswerte:

Die Sage der treuen Frauen von Kriebstein

Zur Fastnacht im Jahre 1415 nahm der Ritter Dietrich von Staupitz die Burg Kriebstein ein. Der Markgraf Friedrich der Streitbare belagerte daraufhin die Burg. Nach einer langen Zeit hielten es vor allem die Frauen auf Burg Kriebstein nicht mehr aus. Die Gemahlin des Staupitz bat den Markgrafen, dass wenigstens die Frauen mit dem Kostbarsten, was sie tragen können, die Burg Kriebstein verlassen dürften. Als Friedrich der Streitbare dem zustimmte, dachte er wohl an das Geschmeide der Damen. Doch als sich am nächsten Morgen das Burgtor öffnete, trugen die Frauen ihre Männer auf dem Rücken hinaus. Über diese listige Tat der treuen Frauen von Kriebstein war der Markgraf so gerührt, dass er Dietrich von Staupitz, der eigentlich den Tod verdient hätte, das Leben schenkte. – Quelle: Homepage Burg Kriebstein 

 

 

Um die Burg herum

Ein Besuch auf Burg Kriebstein lässt sich hervorragend mit einem Besuch der Talsperre Kriebstein verbinden. Um die Talsperre führt ein Rundweg, man muss aber mindestens einmal mit der Fähre übersetzen um wieder auf die andere Seite zu wechseln. Andernfalls muss man einen längeren Umweg in Kauf nehmen.

 

 

Auf dem Blog „Bergwandern mit Hund“ gibt es eine schöne Beschreibung der Tour um die Talsperre.

 

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Besucht ihr gern Schlösser und Burgen? Welche habt ihr zuletzt besucht?

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2 Gedanken zu „Burg Kriebstein – Schlösser- und Burgenland Sachsen

  1. oh ja ich liebe Burgen und Schlösser, hier in Norwegen gibt nur nicht so viele.
    aber wir haben mal Silvester in einer richtigen Burg verbracht, in der Nähe von Leipzig das war richtig cool.

    LG Ina

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