8 faszinierende Wasserfälle auf Island

Wasserfälle faszinieren! Ich kann stundenlang vor davor sitzen und dem Rauschen zuhören. Inspiriert von einem Beitrag über Wasserfälle auf La Reunion im Blog von Ewald Sindt, habe ich noch einmal meine Islandfotos durchstöbert und meine Favoriten der Insel für euch zusammengetragen. Einige sind bekannt, andere sind vielleicht neu für euch.

Wie viele Wasserfälle genau es auf Island gibt weiß man nicht. Es sind einfach unglaublich viele. Man mag vielleicht denken, Wasserfall ist Wasserfall und irgendwann hat man es über. Ich hingegen kann mich nicht satt sehen. Jeder Wasserfall hat für mich seinen eigenen Reiz und irgendwie ist jeder anders.

Gluggafoss

Der Gluggafoss liegt im Süden an der Straße 261 und ist eher weniger bekannt. Uns blieb er aber in Erinnerung, weil wir direkt neben ihm wohnten. Er begleitete uns also die erste Woche unseres Islandaufenthalts täglich. Über 2 Terrassen fällt das Wasser hier 45 m in die Tiefe. Auf der linken Seite führen ein paar Stufen auf die erste Terrasse. Von hier kann man schon weit über das Land blicken und hat eine tolle Aussicht auf den Eyjafjalljökull. Rechts am Hang ist ein Trampelpfad, der bis ganz nach oben führt. Aber vorsichtig, hier kann es teilweise recht rutschig werden.

Gluggafoss heißt übersetzt Fensterwasserfall. Seinen Namen erhielt er durch einen Ausbruch des Hekla. Damals setzte sich so viel Asche ab, dass das Wasser sich neue Wege suchen musste. So entstanden im oberen Teil des Felsens 3 „Fenster“.

 

 

Seljalandsfoss

Auch im Süden an der Ringstraße 1 stürzt der Seljalandsfoss 66 m in die Tiefe. Das besondere an diesem Wasserfall: man kann dahinter durchlaufen. Je nachdem von welcher Seite der Wind kommt, muss man dabei allerdings eine Dusche in Kauf nehmen. Zieht unbedingt Regenkleidung an! Wenn man Glück hat und die Sonne gerade günstig steht, kann man hinter dem Wasserfall im Wassernebel viele kleine Regenbögen sehen.

 

 

Gljúfrabúi oder Gljúfurárfoss

Direkt neben dem Seljalandfoss befindet sich der Gljúfrabúi. Geht einfach weiter an der Felswand Richtung Campingplatz. Gljúfrabúi heißt Schluchtenbewohner. Von außen sieht man nur den oberen Teil des Wasserfalls. Durch eine Felsöffnung gelang man in die Schlucht. Man muss dafür den Fluss durchqueren. Das lässt sich relativ einfach mittels großer Steine bewerkstelligen. Da diese durch die Feuchtigkeit ziemlich rutschig sein können, empfiehlt sich festes Schuhwerk und natürlich einfach gut aufpassen. Hat man das kleine Hindernis überwunden steht man fast direkt unter dem Wasserfall. Wirklich beeindruckend! Aber auch hier ist eine Dusche unvermeidbar.

 

 

Ægissíðufoss

Ebenfalls im Süden haben wir diesen wunderschönen Wasserfall eher zufällig entdeckt als wir einfach mal ziellos durch die Gegend fuhren. Nahe Hella windet sich ein Fluss durch blühende Wiesen über mehrere Stufen nach unten. Schafsicher eingezäunt erfolgt der Zugang über eine kleine Holzleiter oder ein kleines Tor, das wir allerdings erst beim rausgehen bemerkten. Bis auf 2 Angler hatten wir den Ægissíðufoss ganz für uns allein. Der Fluss führt unglaublich klares blaues Wasser und unterhalb des Wasserfalls kann man gut Lachse beobachten.

 

 

Hjálparfoss

Einer meiner persönlichen Favoriten ist der Hjálparfoss. Das Wasser fällt hier zwar lediglich 9 m, womit er jetzt nicht durch Mächtigkeit beeindruckt. Dafür tut es dies aber sehr malerisch zwischen Basaltfelsen und geteilt in zwei Arme. Ihr erreicht ihn über die Straße 32 im Süden der Insel.

 

 

Dettifoss und Selfoss

Dettifoss und Selfoss im Norden Islands liegen nur etwa 1 km auseinander. Man erreicht beide über die Straße 862 oder die alte Schotterstraße 864. Zuerst stürzt das Wasser über den Selfoss 10 m in die Tiefe. Danach 45 m über den 100 m breiten Dettifoss. Am Selfoss kann man beeindruckende Basaltfelsen bestaunen, die gelegentlich abbrechen und im Flussbett landen. Wasservolumen und Fallhöhe machen den Dettifoss zum leistungsstärksten Wasserfall Europas. Der Dettifoss ist tatsächlich nicht wirklich schön. Das Wasser ist braun und wirkt schlammig. Aber er ist gewaltig und das macht ihn sehenswert. Zwischen den beiden Wasserfällen kann man gut hin und her wandern.

Nach weiteren 2 km kommt übrigens noch ein dritter Wasserfall – der Hafragilsfoss mit 27 m Fallhöhe. Hier ist der Zugang etwas schwieriger aber durchaus möglich. Wir waren allerdings nicht dort. Seit 1996 stehen alle drei Wasserfälle unter Naturschutz.

 

 

Goðafoss

Wohl einer der bekanntesten Wasserfälle Islands ist der Goðafoss. Über eine Breite von 158 m, geteilt von drei Felsen, stürzt sich das Wasser hier im Nordosten des Landes in einem Halbrund 11 m in die Tiefe. Nach der Übernahme des Christentums als Staatsreligion soll man hier die letzten heidnischen Götterbilder hinein geworfen haben. Daher der Name Götterwasserfall. Den Goðafoss erreicht man über die Ringstraße. Einfach den Schildern folgen.

 

 

… und noch viele mehr

Selbstverständlich ist das nur eine winzige Auswahl. Es gibt noch viel mehr Wasserfälle – große, kleine, bekannte und weniger bekannte bis hin zu den unzähligen winzigen die sich überall aus den Felsen winden. Es ist nahezu unmöglich seinen Blick über die Landschaft schweifen zu lassen und keinen Wasserfall zu erblicken.

 

 

 

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Faszinieren euch Wasserfälle auch so sehr? Kennt ihr einen besonders schönen, vielleicht auch in Deutschland?

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14 Kommentare zu „8 faszinierende Wasserfälle auf Island“

    1. Island ist einfach beeindruckend. Wer sich von dieser Insel nicht faszinieren lässt, dem ist einfach nicht zu helfen. 😉
      In Südamerika war ich bisher noch gar nicht. Die Iguazúwasserfälle kenne ich nur von Bildern aber schon darauf sind sie unglaublich schön. 😊

  1. Danke für das Erwähnen. 😊
    Mir geht es bei Wasserfällen auch so, man denkt WF ist WF, weit gefehlt, jeder ist etwas besonderes, egal ob 2m oder 200m hoch. Sie beeindrucken einfach.
    Dein Sortiment ist sehr schön. Auf Island war ich leider noch nicht.
    Lieben Gruß, Ewald
    ☃️🎄☃️🎄☃️

    1. Sehr gern! Ich danke dir, für die Inspiration zu diesem Beitrag. 😊
      Ja, ich bin immer wieder gefesselt, wenn ich vor einem Wasserfall stehe. Egal wo und wie groß, es ist immer wieder beeindruckend.
      Was das angeht, ist Island ideal. Egal wo du hinschaust, irgendwo plätschert immer einer vor sich hin 😉
      Liebe Grüße

  2. Ich bin auch ein totaler Wasserfall Fan. Deine Fotos von Island sind traumhaft. Da will man sofort hin. 🙂
    Meine schönsten Wasserfälle fand ich bisher auf Reunion, La Palma (Cascada Colores), Kroatien (Krka Wasserfälle und Plitvicer Seen). Absolut umgehauen haben mich kürzlich die Ouzoud Wasserfälle in Marokko. 🙂 Wenn Du Lust hast schau doch mal auf meinem Blog vorbei. http://www.inseln-zum-traeumen.de
    LG Manuela

    1. Vielen Dank, liebe Manuela 🙂
      Deine Auswahl macht mich neugierig. Ich schau auf jeden Fall mal auf deinem Blog vorbei! 🙂
      Liebe Grüße, Carina

  3. Island steht ganz oben auf meiner Reise-Wunschliste! Leider geht es sich 2018 zeitlich noch nicht aus dorthin zu reisen aber ich hoffe auf das Jahr darauf!

    Danke für diesen Beitrag, er hat mir wieder richtig Lust auf Island gemacht und bevor ich meine Reise antrete, werde ich bestimmt noch einmal darauf zurück kommen und sehen, welche Wasserfälle ich unbedingt sehen möchte!🙂

    Liebe Grüße, Kay.
    http://www.twistheadcats.com

    1. Ich freu mich immer, wenn ich meine Leser mit meinen Beiträgen inspirieren oder in ihren Vorhaben bestärken kann. Island ist auf jeden Fall eine Reise wert und vor Ort noch fesselnder als auf Bildern. 😉
      Ich drück die Daumen, dass es im nächsten Jahr bei dir klappt!
      Liebe Grüße, Carina

  4. Liebe Carina, ich muss sagen du hast eine großartige Auswahl getroffen. Alle Wasserfälle sind total beeindruckend aber auch deine Fotos sind super. Wir sitzen gerade wieder an unserer Urlausplanung für 2018. 50% der Gruppe will zur Zeit noch auf die Färöer Inseln aber ich nehme zur nächsten Besprechung deinen Blog mit und bringe Island ins Spiel. Danke lg Der Dicke Wiener

    1. Lieben Dank für deine lobenden Worte! 😊

      Faröer steht auch noch auf meiner Wunschliste.
      Lässt sich wohl beides auch prima verbinden. Wir hatten ursprünglich geplant mit der Fähre anzureisen und vor Island einen Zwischenstopp auf Faröer einzulegen. Aus zeitlichen Gründen haben wir uns dann aber doch nur für Island entschieden. Sind beides lohnenswerte Reiseziele!
      Liebe Grüße, Carina

  5. Pingback: Golden Circle – einmal reicht - Routinebruch

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