Wasserschloss Klaffenbach – Schlösser- und Burgenland Sachsen

Am südlichen Rand von Chemnitz, in der Gemeinde Klaffenbach liegt das gleichnamige Wasserschloss – das Wasserschloss Klaffenbach. Umgeben ist das Schloss von einem Wassergraben, der durch das Flüsschen Würschnitz gespeist wird. Idyllisch im Grünen am Waldrand ist es ein beliebtes Ausflugsziel, nicht nur für Chemnitzer.

Vom Stadtzentrum Chemnitz erreicht man das Wasserschloss Klaffenbach gut mit der Citybahn Richtung Stollberg. Reist man mit dem Auto an, kann man auf dem großen Parkplatz am Schloss parken und das auch noch kostenlos.

Es ist auch möglich von Chemnitz aus den Weg zu Fuß oder mit dem Rad zu wagen, am besten durch den Stadtpark. Mit dem Rad bin ich die Strecke selbst schon gefahren. Dabei sind ein paar kleinere Anstiege zu meistern, immerhin befinden wir uns im Erzgebirge. 45 Minuten sollte man dafür einplanen, wenn man es gemütlich angehen lassen will. Gelaufen bin ich die Strecke bisher noch nicht. Google Maps veranschlagt dafür eine Zeit von ca. 2 Stunden, ich denke das ist realistisch.

 

 

Das Wasserschloss

1534 erbaute man das kleine Renaissanceschloss. Seit 1934 ist die Gemeinde Klaffenbach Eigentümer. Von 1947 bis 1989 nutze man die Gebäude als Jugendwekhof für Mädchen und lies dabei das umliegende Gelände verfallen. Durch umfangreiche Sanierungsarbeiten zwischen 1991 und 1995 erlangte das Wasserschloss Klaffenbach seinen alten Glanz zurück.

Das Hauptgebäude fasziniert durch seine quadratische Grundform und den geschwungenen Giebel. Im Inneren findet man verteilt über 4 Etagen Konferenz- und Ausstellungsräume sowie einen Bürgersaal mit Kleinkunstbühne. Die Räume bezaubern dabei durch die liebevolle und detailgetreue Rekonstruktion der Wandmalereien, Fachwerkwände und Deckenornamente.

Im Erdgeschoss befindet sich eine Information sowie weitere kleine Veranstaltungsräume. Sehr gern wird das Wasserschloss Klaffenbach für Trauungen genutzt. Dafür gibt es eine kleine Kapelle mit Kreuzgewölbe, ebenfalls im Erdgeschoss.

 

 

Die Nebengebäude umschließen das Schlossgebäude u-förmig. Hier gibt es verschiedene kleine Läden in denen Kunsthandwerk dargeboten wird. In Porzellanstudio, Silberschmiede und Kerzenladen kann man den Handwerkern bei ihrer Arbeit über die Schulter sehen und natürlich auch die fertigen Produkte kaufen.

Wer gern länger bleiben möchte, kann im 4-Sterne-Schlosshotel eins der 49 Zimmer mieten. Für das leibliche Wohl sorgt das Gewölberestaurant, die Gaststube Torwache und das Schlosscafé mit großer Terrasse.

 

 

Die Umgebung

Sowohl für Aktivitäten als auch für Entspannung gibt es verschiedene Möglichkeiten in der Umgebung. Direkt am Schloss befindet sich ein Golfplatz des Chemnitzer Golfclubs, der seinen Sitz ebenfalls in den Nebengebäuden des Wasserschlosses hat. Für die Sattelfesten gibt es in unmittelbarer Umgebung einen Reiterhof. Am Fuße des Erzgebirges kommt selbstverständlich auch das Wandern nicht zu kurz.

Die Parkanlage und der umliegende Wald laden zu langen Spaziergängen, kleine Teiche zum verweilen ein. Für Kinder gibt es einen großen Abenteuerspielplatz. Regelmäßig finden auch Konzerte verschiedenster Musikrichtungen und verschiedene Themen-Märkte statt.

 

 

Eine finstere Geschichte

Zahlreiche Sagen und Legenden ranken sich um Schlösser und Burgen. So gibt es auch eine zum Wasserschloss Klaffenbach.

Ein Leben in Saus und Braus, rauschende Feste und zahlreiche Jagdgesellschaften führten dazu, dass sich der Herr des Hauses hoch verschuldete. Dies kam dem Burgherrn zu Rabenstein zu Ohren, einem reichen Mann, aber hässlich von Angesicht und böse im Herzen. Er unterbreitete dem Klaffenbacher Schlossherrn einen Vorschlag, den dieser kaum ausschlagen konnte. Im Tausch für die Hand seine Tochter wollte der Rabensteiner Burgherr alle Schulden des Klaffenbacher begleichen. Der Vater des Fräuleins war darüber so erfreut, dass er augenblicklich einen Termin für die Hochzeit festsetzte. Doch als die Braut hörte, mit wem sie da vermählt werden sollte, erschrak sie zutiefst, weinte und flehte ihren Vater um Gnade an. Der Vater jedoch war nicht zu erweichen. Da schrie das verzweifelte Mädchen: „Nie und nimmer werde ich diesen schrecklichen Mann heiraten!“ Daraufhin packte den Vater ein grausamer Zorn. Er befahl seiner Tochter, ihre schönen Kleider abzulegen und ließ sie im Turm des Wasserschlosses einmauern. Von diesem Tag an ging es dem Klaffenbacher Schlossherrn zusehends schlechter, bis er nach einer langen Leidenszeit eines grausamen Todes starb.

Ob es sich tatsächlich so zugetragen hat, dafür gibt es keine Beweise. Manch einer behauptet allerdings hin und wieder das Wimmern und Flehen des Burgfräuleins zu hören.

 

 

 

 

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4 Kommentare zu „Wasserschloss Klaffenbach – Schlösser- und Burgenland Sachsen“

  1. Hi Carina,
    ich dachte ich trau meinen Augen nicht. 🙂 Als Kind hab ich ganz in der Nähe von Klaffenbach gewohnt. Das Schloß ist wirklich schön. 🙂 Ich sollte auch mal ein bisschen mehr über Deutschland schreiben.
    LG Manuela

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