Schloss Wolkenburg – Schlösser- und Burgenland Sachsen

25 km nordwestlich von Chemnitz besuchen wir Schloss Wolkenburg. Das Schloss finden wir im Limbach-Oberfrohnaer Ortsteil Wolkenburg-Kaufungen. In den Wintermonaten steht man allerdings vor verschlossenen Toren. Man kann das Schloss lediglich umrunden. Wussten wir leider nicht.

Wir sehen uns die Anlage also nur von außen an und machen einen Abstecher in die nähere Umgebung. Das allein war schon einen Besuch wert. Unterhalb des Schlosses befindet sich ein kostenloser Parkplatz, wo wir unseren Rundgang starten.

Zur Geschichte von Schloss Wolkenburg

Ende des 12. Jahrhunderts wurde Wolkenburg erbaut. Im Laufe der Jahrhunderte fanden mehrere Umbaumaßnahmen statt. Die größte Veränderung geschah Ende des 17 Jahrhunderts mit Umbau der ehemaligen Burg zum Wohnschloss und der Gestaltung eines Renaissancegartens. Außerdem wurden an den steilen Hängen zur Mulde hin Terrassen angelegt. Ende des 18 Jahrhunderts erhielt der östliche Torturm sein heutiges Aussehen und der Festsaal im klassizistischen Stil entstand. Den nördliche Gebäudeteil riss man um 1873 ab. Die erhalten gebliebene Ringmauer diente seitdem als Außenmauer.

 

 

Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Räume im Schloss Wolkenburg umgebaut und als Wohnraum genutzt. Bereits Mitte der 90er Jahre begann man mit dem Rückbau der Räume. Zusätzlich waren Notsicherungsmaßnahmen zum Erhalt der Gebäude notwendig. Im Jahre 2000 begann man mit umfassenden Sanierungsarbeiten. Im Herbst 2004 waren die Sanierung des Festsaals abgeschlossen, sodass der Raum für Hochzeiten zur Verfügung stand. Die erste Hochzeit fand im Dezember 2004 statt. Aktuell sind 5 Räume saniert und für die Öffentlichkeit zugänglich. Sie dienen als Museum.

 

 

Eiserne Kunst aus Lauchhammer

Im 18./19. Jahrhundert gab der damalige Besitzer Detlef Carl Graf von Einsiedel, Eisenkunstfiguren nach antikem Vorbild für den Schlosspark in Auftrag. Darunter zum Beispiel auch der eiserne Apoll von Belvedere, dessen Marmor-Original im Vatikan steht. Die Figuren kann man heute noch im Schloss bzw. im Park bewundern. Gegossen wurden die Figuren in der traditionsreichen und weithin bekannten, historischen Gießerei Lauchhammer. Auch heute werden hier noch Skulpturen bekannter Künstler in Eisen gegossen. Liebhaber für den Eisenkunstguss aus Lauchhammer gibt es in der ganzen Welt.

 

 

Unterwegs in der Umgebung

Über die Terrassen im steil abfallenden Fels gelangt man hinunter zur Zwickauer Mulde und einem Wanderwegnetz (Wanderwege findet ihr hier unter Tourismus und Kultur). Auf der anderen Seite der Mulde setzt sich das Wanderwegnetz fort. Hinüber gelangt man am Besten über die neue Hängebrücke.

 

 

Unterhalb des Schlosses, direkt am Parkplatz, steht die St. Mauritius Kirche, auch Neue Kirche genannt. Erbaut zwischen 1794 – 1804 und gestiftet von Detlef Carl von Einsiedel. Schon damals galt sie als eine der schönsten Landkirchen in Sachsen, heute zählt sie zu den stilreinsten klassizistischen Dorfkirchen des Bundeslandes. An den Seiten befindet sich jeweils ein Relief aus Eisen. Auch diese beiden eisernen Kunstwerke stammen aus Lauchhammer.

 

 

 

 

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Du willst mehr über Sachsens Schlösser und Burgen erfahren? Dann schau doch mal in meiner Kategorie Schlösser- und Burgenland Sachsen vorbei!

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7 Kommentare zu „Schloss Wolkenburg – Schlösser- und Burgenland Sachsen“

  1. Du hast für diesen Bericht mehr als einen Like verdient. Habe gerade mit meiner ❤️-Dame gesprochen und ich darf sagen; Chemnitz und Umland, wir kommen… 😊😊😊
    Lieben Gruß, Ewald

    1. Oh wie schön! Freut mich ehrlich das zu hören oder besser zu lesen! 😊
      Habt ihr denn schon einen genaueren Zeitraum?
      Liebe Grüße, Carina

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