Rundwanderweg Grünhainichen – Schwarzmühle – Wandern im Erzgebirge

Die ersten Sonnenstrahlen lassen nun endlich auf Frühling hoffen. Zeit also in die Wandersaison zu starten. Unsere erste Wanderung dieses Jahr führt uns von Grünhainichen zur Schwarzmühle und wieder zurück. Grünhainichen ist eine Gemeinde im Erzgebirge und nach Seiffen der zweit wichtigste Ort der Holzspielzeugmacher. Wendt und Kühn ist vielleicht dem ein oder anderen ein Begriff.

Startpunkt ist der Parkplatz am Mühlenplatz in Grünhainichen. Dort beginnt auch der neue offizielle Wanderweg zur Schwarzmühle. Dieser führt links vom Parkplatz weg. Wir wussten zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass es einen neuen Weg gibt und nahmen daher den alten Weg. Natürlich haben wir trotzdem ans Ziel gefunden und können diesen Weg (aber sicher auch den Neuen) sehr empfehlen.

Der Weg ist weg

Los geht es nun also geradeaus unter der kleinen Brücke durch. Wir kämpfen uns die Straße hinauf und kommen dabei an einigen hübschen alten Häusern vorbei. Auf linker Seite erreichen wir bald einen Abzweig mit Wegweisern. Hier ging der Wanderweg ursprünglich einmal lang, bis jemand hier sein Haus hingebaut und somit den Wanderweg zur Sackgasse gemacht hat.

 

 

Zum Glück gibt es aber eine Umleitung und wir müssen nicht den ganzen Weg wieder zurück. Zur Schwarzmühle geht es jetzt ca. 150 m weiter oben mit den nächsten Abzweig nach links. Wir überqueren einen Bauernhof und folgen einem asphaltierten Weg. Ein Wegweiser sagt uns, dass es hier zum Fuchsturm geht. Als einigermaßen ortskundig, wissen wir, dass das in gleicher Richtung wie unser Ziel liegt. Also von unserem aktuellen Standpunkt aus betrachtet. Wir sind also richtig.

 

 

Fuchsturm und Buttermodeln

Leicht bergauf geht es nun über einen Feldweg Richtung Wald. Den Schildern Richtung Fuchsturm folgend überqueren wir noch eine Wiese. Auch wenn der Weg hier nicht unbedingt als solcher zu erkennen ist. Am Waldrand angekommen geht es nun wieder bergab. Etwa auf halber Höhe führt ein Abzweig in den Wald hinein. Hier hat man die Möglichkeit zum Fuchsturm zu gelangen.

Fuchsturm
Um 1870 lies der Besitzer der umliegenden Waldgebiete einen Turm als Vergnügungsstätte bauen. Er gab ihm den Namen „Goldene Höhe“, im Volksmund nannte man ihn aber Fuchsturm. Am Turm hat man gute Sicht über die Umgebung, Holzbänke und Tische laden zum Picknick ein.

 

 

Wir verzichten auf den Abstecher zum Fuchsturm und gehen weiter geradeaus. An einer unbeschilderten Gabelung nehmen wir den linken Weg talwärts. Die nächste Gabelung ist wieder beschildert. Wir folgen hier dem mittleren Weg Richtung Schwarzmühle. Die Landschaft wechselt nun mehrmals zwischen Wald und Lichtung bis wir letztendlich die Schwarzmühle erreichen.

Schwarzmühle
Bereits im 15. Jahrhundert erwähnte man erstmals die Schwarzmühle als Mehl- und Brettmühle. Heute befindet sich hier eine Ferienwohnung in idyllischer Lage mitten im Wald mit großem Teich vor dem Haus. Außerdem findet man hier noch uralte Handwerkskunst. Mittels Turbine und Wasserkraft werden hier aus Holz Buttermodeln (Formen), Teller und Nudelhölzer mit schönen Mustern hergestellt. Der Handwerksmeister lässt sich dabei auch gern über die Schulter schauen.
Es geht zurück

Nach einer kurzen Pause gehen wir links am Teich vorbei und wieder in den Wald hinein. Wir müssen nun wieder bergauf bis wir an eine Kreuzung kommen. An dieser gehen wir links. Wer hier den Weg noch weiter ausdehnen will kann auch weiter geradeaus laufen. Beide Wege führen uns nach Stolzenhain.

 

 

Wir folgen der kleinen Straße durch das beschauliche kleine Örtchen bis wir wieder am Waldrand ankommen. Auch hier gabelt sich der Weg. Wir gehen rechts in den Wald hinein. Der Weg führt bergab bis wir uns am Flusslauf der Flöha befinden. Am Fluss entlang passieren wir nach einiger Zeit die Fuchshöhle.

 

 

Fuchshöhle

Die Fuchshöhle ist ein alter Stollen, der eigentlich den Namen „Neuer Morgenstern Stolln“ trägt. Von 1818 bis 1829 suchte man hier nach Silber. Ob in dem 78 Meter langem Gang tatsächlich Silber gefunden wurde ist leider nicht überliefert.

 

 

Weiter am Fluss entlang erreichen wir eine Holzbrücke, die wir überqueren. Wir gehen nun auf einer kleinen, nicht mehr befahrenen Straße. Am Wehr überqueren wir erneut eine Brücke. Auf diesem letzten Stück des Weges laufen wir nun zwischen dem Fluss Flöha und einem Mühlgraben zurück zum Parkplatz in Grünhainichen.

 

 

Eine abwechslungsreiche Wanderung, die nicht allzu viel Kondition fordert. Zum Einstieg in die Wandersaison genau richtig, finde ich. Die Wegstrecke ist ungefähr 8 km. Wir haben dafür in aller Gemütlichkeit etwa 2,5 Stunden gebraucht.

 

 

 

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