Burg Scharfenstein – Schlösser- und Burgenland Sachsen

Eine weitere zauberhafte Burg des Schlösser- und Burgenlandes Sachsen finden wir im erzgebirgischen Scharfenstein, einem Ortsteil der Gemeinde Drebach. Zusammen mit Schloss Augustusburg und Schloss Lichtenwalde gehört Burg Scharfenstein zu den „Sehenswerten Drei“.

Eng verknüpft ist die Gegend hier mit der Figur des Karl Stülpner (1762 – 1841) – ein Wildschütz, Schmuggler, Lebenskünstler, geboren und gestorben in Scharfenstein. Ende des 18. Jahrhunderts der verhassten Obrigkeit immer eine Nasenlänge voraus, hat er bis heute den Status eines erzgebirgischen Volkshelden.

Am günstigsten ist die Anreise nach Scharfenstein mit dem Auto. Einen kostenlosen Parkplatz gibt es am kleinen Bahnhof im Ort.

Burg Scharfenstein am Anfang

Mitte des 13. Jahrhunderts, mit der Entdeckung von Silbererzen, begann die Besiedlung des Erzgebirges. Zu dieser Zeit, um 1250, baute man auf einem Bergsporn im heutigen Scharfenstein eine Burg. Man baute die Burg „uffm scharfen Stein“, woher sie auch ihren Namen bekam – Burg Scharfenstein. Mit mittlerweile über 760 Jahren, zählt Burg Scharfenstein zu den ältesten Wehranlagen im Zschopautal. Der Ort am Fuße der Burg, der den gleichen Namen trägt, wurde gut 100 Jahre später das erste Mal erwähnt.

 

 

Nach Zwangsversteigerung gelangte Burg Scharfenstein 1492 in den Besitz der Familie von Einsiedel und blieb dort bis 1931. In diesen knapp 450 Jahren baute man mehrfach um und erweiterte die Anlage. Anfang des 20 Jahrhunderts brannte Burg Scharfenstein ab und wurde wieder aufgebaut. Verschiedene Bauphasen prägen so das heutige Bild der Burg. Der Burgfried beispielsweise stammt noch aus Zeiten der Urburg von 1250. Das berühmte Portal hingegen baute man erst 400 Jahre später in der Renaissance.

 

 

Burg Scharfenstein heute

Hat man den Aufstieg geschafft und betritt die Burg, wird man oft direkt von Karl Stülpner oder vielmehr einem „Double“ begrüßt. Auf einem Rundgang mit ihm, erhält man allerlei spannende Informationen und bekommt einige Anekdoten aus dem Leben des Karl Stülpner zu hören.

Unbedingt sollte man den sehr gut erhaltenen Turm besteigen. Hat man die endlos scheinende Wendeltreppe endlich erklommen, wird man mit einem sagenhaften Ausblick über das Erzgebirge belohnt.

 

 

Burg Scharfenstein ist heute hauptsächlich Museum. So kann man in einer Ausstellung mehr über das Leben des erzgebirgischen Volkshelden Karl Stülpner und zur Burggeschichte erfahren. Weiterhin bietet die vollständig restaurierte Anlage ein Museum zur erzgebirgischen Volkskunst und ein Weihnachtsmuseum. Eine Kreativwerkstatt und eine Klöppelstube runden das Angebot ab. Für das leibliche Wohl sorgt die Burgschänke mit deftiger, regionaler Kost.

 

 

Rund um die Burg herum

Um die Burg führt ein Weg mit Infotafeln, natürlich zur Figur des Karl Stülpner. Von hier sieht man auch das Haus, in dem er einige Zeit lebte. Die vielen Sagen und Legenden, die sich um die Figur des Stülpners ranken sind nur zum Teil belegbar. Gegeben hat es ihn aber tatsächlich. Und schon zu Lebzeiten erlangte er den Status einer Legende.

 

 

Geht man den Burgrundwanderweg, kommt man unweigerlich am alten Burggarten vorbei. Hier wurden schon im 18. Jahrhundert neben Kräutern und Beeren auch Feigen und Wein angebaut. Der Freistehende Treppenturm, den man hier sieht, diente früher als Zugang in die Burganlage.

Sehenswert im Ort ist die Pyramide gegenüber vom Parkplatz am Bahnhof. Zudem verfügt Scharfenstein über ein ausgedehntes Wanderwegnetz.

 

 

 

 

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3 Kommentare zu „Burg Scharfenstein – Schlösser- und Burgenland Sachsen“

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